Dahlener Heide

Die Dahlener Heide ist ein 150 km² großes Landschaftsschutzgebiet zwischen Elbe und Mulde in Nordsachsen (Landkreis Torgau-Oschatz) in einer Höhenlage zwischen 120 und 200 m über NN.

Das Wesen der Heidelandschaft wird von ebenen und hügeligen Nadel- und Mischwäldern bestimmt, die von kleineren Bachtälern mit Auenwiesen und Teichen reizvoll unterbrochen werden.

Bereits aus der Zeit des Feudalismus sind königliche Hofjagden bekannt ("oberheydische Wildbahn" und "Jägerreiche" werden in Urkunden erwähnt).

Durch den Wiener Kongress kam es 1815 zu einer Teilung der Dahlener Heide, der Südteil gehörte fortan zu Sachsen, der Nordteil zu Preußen.


Die Erschließung der Heide für den Fremdenverkehr begann in den 80iger Jahren im 19. Jahrhundert. In Schmannewitz wurde 1884 von interessierten Bürgern der Verschönerungsverein gegründet, der Ort und Umgebung für den Fremdenverkehr anziehender machen sollte.

Wichtige Vorraussetzung war dafür die Eisenbahnlinie Leipzig - Dresden mit Haltepunkt in Dahlen. Zu Beginn des 20. Jh. kamen außer Geschäftsreisenden und Angehörigen des Mittelstandes verstärkt Arbeitervereine und Gruppen der Wandervogelbewegung, so dass sich die Dahlener Heide zu einem bekannten und beliebten, vielbesuchten Ferienziel entwickelte.

Zahlreiche markierte Wanderwege und Schutzhütten sind gute Vorraussetzungen zum Wandern und Rasten. Sagenhafte Wanderziele in der Dahlener Heide: Tote Magd, Jägereiche, Mordteich, Siebenquellental, Bremsruhe, Quelle Immergrün und zur Sackhupperstadt Dahlen.